Kinder- und Jugenddorf Klinge | Unser Dorf
Jugendhilfeeinrichtung in Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis) mit 146 Plätzen in 18 Hausgemeinschaften und Familiengruppen sowie 21 Plätzen in drei Wohngruppen für Jugendliche in Mosbach und Heidelberg.
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Unser Dorf

Kinder- und Jugenddorf Klinge

Wir sind eine Jugendhilfeeinrichtung mit Schule, Wohngruppen, eigener Kirche, großartigem Spielplatz, Ferienhäusern, einem Tagungshaus, einer Gaststätte, und noch viel mehr

 

Die Klinge ist ein differenziertes überregionales Angebot der Jugendhilfe. Die besondere Aufgabe dieses Dorfes ist, junge Menschen, die aus den verschiedensten Gründen nicht in der eigenen Familie leben können, zu beheimaten und die Voraussetzungen für ihre Förderung und Erziehung zu gewährleisten.

 

Die Klinge betreut über 160 Kinder und Jugendliche in Hausgemeinschaften, Erziehungsstellen, Familien- und Jugendwohngruppen. In den Einfamilienhäusern leben jeweils 8 Jungen und Mädchen, betreut von 4 pädagogischen Fachkräften, zusammen. Der Haushalt wird wie in einer Familie eigenständig organisiert. Die Kinderdorfpädagogik und Lebensgemeinschaft verwirklicht sich letztlich durch die Bereitschaft der Hausleitungen, mit den Kindern und Jugendlichen zusammenzuleben.

 

Die pädagogische Arbeit in den Kinderdorfhäusern wird durch eine differenzierte Angebotsstruktur ergänzt und unterstützt. Sie umfasst eine psychologisch-heilpädagogische Abteilung, eine Schule für Erziehungshilfe, zu der auch ein Schulkindergarten gehört, sowie vielfältige Freizeit- und Sportangebote mit den dazugehörigen Anlagen und Räumlichkeiten.

 

Darüber hinaus prägen die Häuser für Mitarbeiter und ihre Familien, die Kirche mit einem Festsaal, Ferienhäuser und ein Tagungshaus sowie das weithin bekannte Spielgelände auf dem rund 33 ha umfassenden Gelände, das Dorfbild. Die Geräumigkeit und die Infrastruktur des Dorfes, aber auch seine Traditionen, Feste und Feiern, schaffen Offenheit und Begegnung.

 

Viele kommen aus den unterschiedlichsten Anlässen in die Klinge. Schaut man z.B. dem bunten Treiben der vielen Kinder mit ihren Familien an einem sonnigen Wochenende auf dem Spielgelände zu, wird schnell deutlich: die Klinge ein Ort der Begegnung. Das ist nicht übertrieben und weist auf ein wichtiges Merkmal dieses ungewöhnlichen Dorfes hin.

Ein Ort zum Leben,
ein Ort der Begegnung.

Geschichte

Der Ortsteil Kinder- und Jugenddorf Klinge der Gemeinde Seckach ist nach dem Krieg aus dem Durchgangslager für Heimatvertriebene und Flüchtlinge entstanden, das in den Baracken eingerichtet worden war, die während des zweiten Weltkrieges für Zwangs- und Fremdarbeiter erbaut wurden.

 

Ab Februar 1946 passierten tausende Heimatvertriebene aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße und aus dem Sudetenland das Lager „Teufelsklinge“, bevor sie in die umliegenden Dörfer und Städte verteilt wurden. Caritas war in dieser Zeit ausgefüllt von der Fürsorge für die Flüchtlinge. Und so kam der Gründer der Klinge, Pfarrer Heinrich Magnani aus Hettingen, der Vorsitzender der Kreiscaritas des Landkreis Buchen war, in das Lager Teufelsklinge. Die Zahl der elternlosen Flüchtlingskinder, der Jugendlichen ohne Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten und die Not der Kinder in den Städten nach dem Krieg war groß.

 

So nahm sich Pfarrer Magnani, nachdem der Flüchtlingsstrom 1947 wieder abgebbte, dieser jungen Menschen an. Aus den Baracken wurde die Caritashütte und dann das Caritasheim. Am 13. Februar 1951 wurde der Jugendheim Klinge e.V. gegründet. Damit war aus der Teufelsklinge offiziell die Klinge geworden. Die Kinderdorfidee reifte nach und nach und zwischen 1955 und1960 wurden die ersten Kinderdorfhäuser oberhalb des Tales, in denen die Baracken des Durchgangslagers standen, gebaut. Dass aus der Klinge einmal ein Dorf werden sollte, wurde 1954 mit dem Bau der Kirche St. Bernhard deutlich.

 

Im April 1969 übernahm Pfarrer Herbert Duffner die Kuratie St. Bernhard und die Leitung des Jugenddorfes. Anfang der 70er Jahre konnten die letzten Gruppen, die noch in den Baracken untergebracht waren, in die neuen Kinderdorfhäuser ziehen, und alle Hausgemeinschaften leben heute mit ihren Bezugspersonen in Lebensgemeinschaft.

 

Nach der Gründerzeit unter Pfarrer Magnani entwickelte sich das Kinder- und Jugenddorf Klinge mit Pfarrer Herbert Duffner bis heute zu einer differenzierten und zeitgemäßen Jugendhilfeeinrichtung.

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