Kinder- und Jugenddorf Klinge | Neubau soll bald schon bezugsfertig sein
Jugendhilfeeinrichtung in Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis) mit 146 Plätzen in 18 Hausgemeinschaften und Familiengruppen sowie 21 Plätzen in drei Wohngruppen für Jugendliche in Mosbach und Heidelberg.
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Neubau soll bald schon bezugsfertig sein

Neubau soll bald schon bezugsfertig sein

Seckach/Klinge. „Aus der Not heraus“ entstand in den 1950er Jahren unter Gründervater Pfarrer Heinrich Magnani das Kinder- und Jugenddorf Klinge. Seither hat sich das Dorf bei Seckach stetig weiterentwickelt. Heute gilt es als eine der größten Jugendhilfeeinrichtungen seiner Art in Deutschland. Bei einem Rundgang vor Ort informierte sich die Bundestagsabgeordnete Nina Warken gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Jungen Union Neckar-Odenwald in der vergangenen Woche über die aktuelle Situation. „Vielen ist die Klinge wohl hauptsächlich durch den kinderfreundlichen Spielplatz bekannt. Die Klinge ist jedoch weitaus mehr, nämlich ein ganz besonderer Ort des Miteinanders und Füreinanders“, sagte Nina Warken MdB eingangs.

Vorstand Dr. Christoph Klotz berichtete zu Beginn über die Geschichte und aktuelle Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Stolz könne man zurückblicken, wie sich die Klinge immer weiter zum Positiven entwickelte. Heute werden rund 160 junge Menschen in der Klinge in Hausgemeinschaften und Jugendwohngruppen betreut. „Unser Konzept ist darauf ausgelegt, dass die zu betreuenden Kinder hier durch das Leben in Wohngemeinschaften in familienähnlichen Verhältnissen groß werden können. Die Wohngruppen leben und spielen zusammen und gehen beispielsweise auch gemeinsam einkaufen, das sind familiäre Strukturen“, so Klotz. Die Corona-Pandemie habe diese Gewohnheiten auch im Jugenddorf deutlich eingeschränkt. Derzeit sei immer noch alles auf Abstand, so sei der Kontakt zwischen den Wohngruppen immer noch untersagt. „Es ist eine schwierige Zeit, wir haben jedoch Konzepte erarbeitet, wie die Kinder trotzdem mit Abstand lernen und spielen können“, fasste Klotz zusammen.

Beim Rundgang durch das Klinge-Dorf erklärte Vorstand Dr. Christoph Klotz weitere Besonderheiten im Kinder- und Jugenddorf. Neben den 17 Hausgemeinschaften gibt es außerdem die St. Bernhard-Schule, einen Schulkindergarten, Sport- und Spielanlagen, eine Kirche, Ferienhäuser und vieles mehr. Die Mitglieder der Jungen Union stellten fest, dass damit alles vorhanden ist, was eben auch zu einem normalen Dorf gehört und für ein abwechslungsreiches Tagesprogramm sorgt. Besonders auffallend sei der gepflegte Zustand und die familiäre Atmosphäre. Klotz betonte dabei, dass der intakte Zustand auch den rund 200 Mitarbeitern zu verdanken sei, die ebenso zum Ablauf und zur Betreuung beitragen würden. Nina Warken stellt in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Klinge als einen großen und wichtigen Arbeitgeber in der Region dar. „Es ist bei weitem nicht selbstverständlich, dass auch viele junge Menschen hier die Chance bekommen, sich nach dem Schulabschluss für eine bestimmte Zeit engagieren zu können. In der Klinge lernt man miteinander und voneinander. Umso erfreulicher ist es, wenn sich viele beispielsweise nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr dafür entscheiden, in der Klinge tatsächlich ihre Ausbildung zu starten oder ihren späteren pädagogischen Weg zu begründen. Das spricht klar für das harmonische Miteinander in der gesamten Einrichtung“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete und selbst Mutter von drei Kindern.

Umfassende Erläuterungen zu den Ersatzneubauten für die in die Jahre gekommenen und nicht mehr sanierungsfähigen Nachkriegsbauten in der Klingestraße bekamen die Beteiligten von Architektin Dea Ecker. In den Neubauten werde man auch in Zukunft an dem familiären Konzept festhalten. Ebenso wolle man die Räumlichkeiten freundlich und offen gestalten, so die Architektin. Der Bau mit Holz gebe dem Gebäude eine weitere Komponente, die zu Geborgenheit und zum Wohlfühlen beitrage, wovon sich die politisch Interessierten überzeugen konnten. Bis Ende des Jahres wolle man die Räumlichkeiten bezugsfertig haben, erklärte Ecker.

Für die wertvolle pädagogische Arbeit sei das Neubaukonzept optimal abgestimmt. „Seckach und der Neckar-Odenwald-Kreis können sich für diese Einrichtung glücklich schätzen, die Klinge ist schließlich auch ein Anker für Kinder aus Nachbarlandkreisen, die aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bei der eigenen Familie leben können“, betonte Warken die überregionale Bedeutung der Einrichtung.

Einige Mitglieder aus der Jungen Union haben selbst enge Verbindungen in die Klinge und haben durch das Vereinsleben Bekanntschaften geknüpft. „Die Kinder und Jugendlichen aus der Klinge bereichern die Arbeit in den örtlichen Vereinen. Das ist eine Chance für die Region und die Jugendlichen selbst, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen“, berichteten einige Mitglieder der politischen Jugendorganisation abschließend.

 

Text und Fotos: Tobias Münch (JU NOK)



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