Kinder- und Jugenddorf Klinge | Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille für Herrn Alois Schmidt
Jugendhilfeeinrichtung in Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis) mit 146 Plätzen in 18 Hausgemeinschaften und Familiengruppen sowie 21 Plätzen in drei Wohngruppen für Jugendliche in Mosbach und Heidelberg.
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Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille für Herrn Alois Schmidt

Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille für Herrn Alois Schmidt

Seckach-Klinge. (lm) „Als wir hier in der Klinge waren, sah es hier natürlich noch anders aus. Wir waren in größeren Schlafsälen untergebracht, aber unsere Freundschaften halten bis heute, obwohl wir heute schon in den 70ern sind und schon lange in unseren eigenen Familien Kinder und Enkelkinder erleben“, Alois Schmidt hatte seine Freunde und Wegbegleiter eingeladen und begrüßte sie mit Namen und Spitznamen.

Über die Nachricht, dass ihm die „Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille“ verliehen werden soll, war er sehr überrascht. Wie Ekkehard Brand in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinge e.V. erläuterte, wird diese bedeutsame Würdigung durch Beschluss des Aufsichtsrates als besonderer Dank gegenüber Personen, Firmen und Institutionen verliehen, die sich in herausragender Weise durch unterschiedlichste Hilfen um die Klinge verdient gemacht haben. Kreiert wurde die in Bronze gegossene, künstlerisch gestaltete Medaille von Bildhauer Klaus Ringwald und erstmals verliehen Mitte der 70erJahre. Sie zeigt auf der Vorderseite das Porträt Magnanis und auf der Rückseite das Klingetor, mit der Umschrift „FÜR BESONDERE VERDIENSTE, Kinder- und Jugenddorf Klinge E.V.“

Mit respektvoller Wertschätzung überreichte Ekkehard Brand in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins diese besondere Würdigung an Alois Schmidt und ein Blumenpräsent an dessen Lebensgefährtin Erika Löbe, wohnhaft in Buchen-Hainstadt, und damit zum ersten Mal an ein „ehemaliges Klingekind“. Denn im Alter von 9 Jahren war der heutige Förderer 1959 im Rahmen der Jugendhilfe in die Klinge gekommen und mit seinem überaus erfolgreichen Lebensweg könnte es sicher keinen besseren Werbeträger für das Kinder- und Jugenddorf geben. Als er 1967 die Klinge verließ, hatte er die Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Fa. Gmeinder (MOS) in der Tasche. Einige Jahre bei der Firma Autohaus Gramling in Neckarelz förderten seinen Ehrgeiz zur Weiterbildung mittels eines betriebswirtschaftlichen Studiums. Als „Betriebswirt“ stand er bei der Firma OKW in Buchen ganze 29 Jahre in Diensten, bevor er seine eigene Firma ASK in Buchen, heute mit Sitz in Obrigheim, gründete. Es folgten u.a. die Gründungen der Firmen MAESTRO BADENIA AKUSTIK & ELEKTRONIK GMBH, Flexi-Floor und IVA AG in Obrigheim, die mittlerweile von den Söhnen Manuel und Oliver geschäftsführend betrieben werden. Von Flexi-Floor sind für einige Spielgeräte auf dem Klingespielplatz Materialien zum Schutz vor Verletzungen gespendet worden. Weiter betreibt der Geehrte zusammen mit der Firma Amco Plast GmbH in Meschede/NRW eine kunststoffverarbeitende Firma, zu deren Kunden namhafte deutsche Automobilfirmen gehören.

Diese beeindruckende Vita und Lebensleistung zeige in Kurzform den steil erfolgreichen Lebensweg von Alois Schmidt, den er trotz erschwerter Startbedingungen durch Fleiß und Zielstrebigkeit hingelegt habe und der es ihm heute ermöglicht, seine Verbundenheit zur Klinge, die ihm ein Stück Heimat war durch langjährige und bis heute andauernde Unterstützung und Halten des Kontakts zum Ausdruck zu bringen. Der so gewürdigte erinnerte sich nur zu gerne an die Zeit in der Klinge, denn es sei immer etwas los gewesen und er habe mit seinen Freunden in Haus „Susanne“ viel erlebt, und hier ein tolles Wir-Gefühl erlebt, so seien ihre sogenannten Flegeljahre als absolut „normal“ bezeichnet werden. Mit spaßigen und trotzigen Phasen. Nur zu gerne erinnerte sich Alois Schmidt an seine ersten Versuche mit der Gitarre, motiviert durch die damalige Klinge-Band und seine E-Gitarre mit dem Plattenspieler-Lautsprecher als Verstärker. Mit 13 sei er nach St. Marien umgezogen mit zwei Schlafzimmern à 8 Halbstarke unter Leitung von Herrn Daumann, der sie – nicht immer geliebt – hervorragend gefordert und gefördert habe mit dem Ergebnis der Bandgründungen von „Rolling Beats“, „Schlagersternen“ und schließlich „German-Aircraft“, die überaus erfolgreich mit 100 Auftritten pro Jahr agiert habe. Mit seinem Rückblick in die Klinge-Zeit sorgte Alois Schmidt für zahlreiche Schmunzler und Lacher und es zeigte, weshalb er die Klinge bis heute so verbunden ist.

L.M.