07 Juni Festgottesdienst „75 Jahre Kinder- und Jugenddorf Klinge“
Der Klingefest-Sonntag begann mit einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Pfarrer Frederik Reith und vorbereitet vom Arbeitskreis „Religiöses Leben“.
Musikalisch wurde die Feier begleitet von Herrn Pfeil an der Orgel, Herrn Frei an der Gitarre sowie Herrn Pfeil Junior an der Trompete. Schon das Lied zur Eröffnung zeigte, warum die vielen Kinder, Mitarbeiter und Bewohner der Klinge und zahlreiche Gäste aus fern und nah zusammenkamen: „Wir feiern heute ein Fest!“
In der ausgesuchten Lesung aus dem 1. Brief an die Korinther schreibt der Apostel Paulus über die Vielfalt der geistlichen Gaben in der Gemeinde und betont, dass es zwar viele verschiedene Fähigkeiten, Aufgaben und Kräfte gibt, diese aber alle von demselben einen Geist, demselben Herrn und demselben Gott geschenkt werden – zum Nutzen aller.
Im Mittelpunkt stand danach ein szenisches Spiel zum 75-jährigen Jubiläum des Kinderdorfs in drei Szenen:
In der „Nachkriegszeit“ begann die Ankunft der Heimatvertriebenen und Geflüchteten. Menschen mit Leiterwagen und mit Bündeln beladen kommen im Lager Teufelsklinge an. Pfarrer Magnani begrüßt die Ankommenden und weist ihnen eine vorläufige Unterkunft in einer der Baracken zu.
Danach ein Sprung zum „Aufbau des Jugenddorfs“. Schnell wird klar, dass die Menschen Wohnraum brauchen. Pfarrer Magnani lässt von Arbeitern mit Schubkarren und Schaufeln Wohnungen oberhalb der Teufelsklinge für das neu entstehende Jugenddorf Klinge bauen. Der Bauorden unterstützt das Vorhaben. Bald entstehen mehrere Häuser für Familiengruppen.
Schließlich ging es um die „Klinge heute“. Die im Jugenddorf aufgenommen Kinder sitzen um einen Tisch und leben gemeinsam in einer familienähnlichen Hausgemeinschaft. Sie wohnen, essen, spielen und beschäftigen sich zusammen. Heute ist das Konzept von Haim Omer die pädagogische Grundlage des Zusammenlebens.
Weihbischof Birkhofer knüpfte anschließend in seiner Predigt nochmals an die Lesung an und bezog die Kinder und Anwesenden in seine Ausführungen mit ein, indem er zu Beginn wissen wollte: Wer kann gut Fußball spielen? Wer macht Musik? Er fragte, wer gut tanzen oder kochen könne. Schnell wurde jedem klar, dass nicht jeder alles und nicht jede dasselbe kann. Jeder und jede kann aber auf seine oder ihre Weise etwas besonders gut und damit zu einer guten Gemeinschaft beitragen.
Ein wunderbarer Gedanke zum Jubiläum eines Kinderdorfs, den am Ende viele Gottesdienstbesucher mit auf das Klingefest und später mit nach Hause nahmen.











