Ein Tag mit Bienen und Honig

Ein Tag mit Bienen und Honig

Eine ganz besondere „Spende“ erhielt der Kindertreff in diesem Frühling von Imkerin Sabine Eberle. Sie lud interessierte Mädchen und Jungen nach Schillingstadt ein, um dort über ihre spannende Aufgabe zu berichten.

Nach einer herzlichen Begrüßung der achtköpfigen Kindergruppe gab uns ihr Imkerkollege Roland Müller bei selbstgebackenen Muffins und Apfelkuchen einen kurzen Überblick über heimische Wildbienen, Hummeln und natürlich Honigbienen. Er erklärte die Aufgaben eines Imkers, zeigte am Modell den Aufbau eines Bienenstocks und die unterschiedlichen Bienen in einem Volk: Königin, Arbeiterinnen und Drohnen. Wir erfuhren, dass in den vielen gleich aussehenden Waben Eier abgelegt, Bienen aufgezogen aber auch Honig eingelagert wird.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, machten sich die Gruppe mit „Imkerhüten“ auf den Weg zu den nahegelegenen Bienenkästen. Damit die Kinder gefahrlos einen Blick ins Innere werfen konnten, wurde zuerst ordentlich „geräuchert“. Wer sich traute trat an den Kasten heran und gab eine Rauchwolke aus dem „Smoker“ ab.

Nun öffnete Roland einen Stock und zog Wabe für Wabe heraus. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, was wir vorher theoretisch kennengelernt hatten. Hunderte Bienen verrichteten dort ihre Arbeit und in all dem Gewimmel entdeckte man schließlich sogar die Königin, die ihre Eier in leere Zellen legte. Auch viele bereits mit Honig gefüllte Waben konnten gefunden werden.

Aus diesen sollten die Kinder nun „ihren“ eigenen Honig „ernten“. Sabine hatte zuvor bereits viele mit Honig gefüllte Waben mit dem Auto zum Wohnhaus gebracht, da diese je ca. 2 kg wiegen und somit für unsere Gruppe viel zu schwer gewesen wären. Unter Anleitung wurde von den Kindern im gewärmten Kellerraum mit einer Honiggabel bzw. einem Heißluftfön der „Wachsdeckel“ von beiden Seiten entfernt und die offenen Waben in die Honigschleuder eingesetzt. Damit diese „rund“ läuft, müssen alle zwölf Steckplätze belegt sein. Endlich konnte die Schleuder mit Muskelkraft in Gang gesetzt werden und der gesammelte Honig in kleine Gläser gefüllt werden. Natürlich wurde bei dieser Arbeit auch gerne mal genascht. Lecker!

Schnell war für jeden ein Honigglas gefüllt, und wer wollte konnte noch ein individuelles Etikett malen und aufkleben. So Honig zu „machen“ war ein tolles Erlebnis, das aber auch hungrig gemacht hat.

Zum Abschluss bereiteten daher Sabine und Roland zusammen mit unserem „Grillmeister“ Leon für alle Kinder leckere Würstchen auf dem Grill oder „Bratäpfel“ über dem offenen Feuer zu. Damit ging unser Besuch in der „Imkerei“ gegen Abend zu Ende.

Wir bedanken uns bei Sabine Eberle für den spannenden Tag, das leckere Essen, die vielen Honigportionen und natürlich die Zeit, die sie und Roland Müller für unsere Kinder „gespendet“ hat. Vielen Dank bis zum nächsten Besuch, der für acht weitere Mädchen und Jungen bereits ausgemacht ist.