Kinder- und Jugenddorf Klinge | Regierungspräsidentin zu Gast in der Klinge
Jugendhilfeeinrichtung in Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis) mit 146 Plätzen in 18 Hausgemeinschaften und Familiengruppen sowie 21 Plätzen in drei Wohngruppen für Jugendliche in Mosbach und Heidelberg.
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Regierungspräsidentin zu Gast in der Klinge

Regierungspräsidentin zu Gast in der Klinge

Am 6. November gab es hohen Besuch in der Klinge: Frau Regierungspräsidentin Nicolette Kressl (Karlsruhe) stattete dem Kinderdorf einen Besuch ab, um sich über die Arbeit in unserer Einrichtung zu informieren. Den Rahmen dazu bildete das jährliche Treffen der Kreisvorsitzenden des Gemeindetags aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe in der Gemeinde.

Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig hatte Frau Kressl diesen Besuch der Klinge als einer der besonderen pädagogischen Einrichtungen unserer Gegend vorgeschlagen. Bei einer ersten Begegnung im Gasthaus St. Benedikt mit Bürgermeister i. R. Ekkehard Brand als Vorstandsmitglied des Klinge-Trägervereins, dem Vorstandvorsitzenden des Trägervereins Dr. Hans Cassar, den beiden Geschäftsführern der Klinge Georg Parstorfer und Dieter Gronbach sowie der Schulleiterin Stephanie Bechle beschrieb Bürgermeister Ludwig der Besucherindie besondere Stellung des Kinderdorfs innerhalb der Gemeinde Seckach.

Dr. Cassar, ehemals lange Jahre selbst Dorfleiter, begrüßte Frau Kressl im Namen der rund 200 Beschäftigten des Kinderdorfs und hob die Berührungspunkte der Klinge mit dem Regierungspräsidium hervor, besonders im Bereich der Schule.

Georg Parstorfer, Geschäftsführer »Pädagogik«, stellte anhand einer Präsentation unter dem Leit-Thema der Klinge »Ein Ort zu Leben – ein Ort der Begegnung« das Kinderdorf und seine Arbeit vor. Besonders wies er dabei auf die große Zahl langjähriger und fachlich guter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hin, auf die man stolz sein könne. Diese betreuen derzeit rund 165 Kinder und Jugendliche.

Herr Parstorfer hob hervor, dass Hausleitungen und Kinder in den Kinderdorfhäusern jeweils Lebensgemeinschaften bilden. Wie in einem richtigen Dorf bestehe auch hier eine Dorfgemeinschaft mit Kirche, Gaststätte, Tagungshaus, Schule, Gemeinschaftssaal und einem großen Spiel- und Freizeitgelände, sogar ein eigener Friedhof fehle dabei nicht. Alle diese Elemente stärkten Bindungen, Beziehungen und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Ebenso lege man großen Wert auf einen fördernden Freizeitbereich, so Parstorfer, der unter anderen Angeboten auch längere Radtouren, Kanufahrten, den Kinderzirkus, ein Puppentheater und regelmäßige umfangreiche Bastel- und Spieleangebote unter einem Freizeitpädagogen im Programm habe. Ebenso werde dem Bereich Sport umfangreicher Platz eingeräumt.

Als besonderes Projekt stellte Herr Parstorfer die Vorbereitung für die notwendigen Neubauten der Kinderhäuser heraus. Auf Grund des derzeitigen Zustandes der Bausubstanz der meisten Häuser aus den frühen 50er Jahren sei es dringend geboten, die Häuser für die Kindergruppen nach und nach durch Neubauten zu ersetzen. Die gelte als eine unbedingte Voraussetzung für moderne Jugendhilfearbeit. So sollen in den kommenden Jahren nach und nach zehn neue Gruppenhäuser entstehen, eine gewaltige Aufgabe für das Kinderdorf.

Schulleiterin Stephanie Bechle stellte dem Gast bei einem anschließenden Besuch die St. Bernhard-Schule vor. Als Schwerpunkte der Förderung stellte sie hierbei die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder in den Vordergrund. Derzeit besuchen 96 Kinder die Schule im Kinderdorf, darunter auch 31 von außerhalb der Klinge.

Ein Besuch des Hauses St. Pius in der Kinderdorfstraße schloss sich an. Dort wohnen jugendliche minderjährige Flüchtlinge, die unterschiedliche Schularten besuchen bzw. eine berufliche Ausbildung anstreben. Erziehungsleiter Herr Russ und Erzieher René Flath schilderten Frau Kressl die Fortschritte, die bisher erzielt wurden, berichtete aber auch von den vielfältigen Schwierigkeiten, die im Dschungel der Vorschriften, Gesetze und Verordnungen zu bewältigen seien.

Wie so häufig bei solchen Besuchen wurde natürlich am Ende die Zeit knapp, und so musste sich Frau Kressl schon bald wieder verabschieden. Sie zeigte sich beeindruckt von ihrem Besuch im Kinder- und Jugenddorf: »Wir haben alle etwas davon, wenn man sieht, wie gut die Kinder und Jugendlichen hier auf ein Leben als Erwachsene vorbereitet werden«, resümierte sie ihren Besuch. Was hier geleistet werde, sei gesellschaftlich gar nicht hoch genug zu bewerten.



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