31 Juli Unser Bänkle
Vor unserem Haus „Martin“ steht seit ein paar Wochen eine Bank, die an das langjährige Wirken von Frau Mezger im Kinderdorf erinnert. Initiiert wurde dies von Manu, die hier im Haus bei Frau Mezger groß wurde.
Übers Klingefest war „unser Bänkle“ schon was ganz Besonderes. Ehemalige, Kinder wie Mitarbeitende, nahmen dort Platz, erinnerten sich an Frau Mezger und an die eigene Zeit hier im Kinderdorf. Oft fanden spontane Gespräche mit diesen Ehemaligen statt, die zu wunderbaren Begegnungen wurden und an vergangene, aber prägende Zeiten erinnerten. So bleibt mir besonders ein Mann in Erinnerung. Er erzählte, dass er nach dem Tod seiner Eltern unter Pfarrer Magnanis Obhut hier ein Zuhause fand und sagte, die Klinge sei eine Oase für ihn gewesen.
Manu selbst besuchte Haus Martin, überbrachte Geschenke und erzählte unseren Kindern von ihrer Zeit mit Frau Mezger hier im Haus Martin. Sie schloss mit der Bitte, dass wir besonders auf das Bänkle aufpassen sollen. Die Kinder haben durch Manus Erzählungen nun einen Bezug zu der Bank, sodass der achtsame Umgang damit ganz selbstverständlich wird. Und sie wird rege genutzt – zum Schuhe ausziehen, Inliner und Knieschützer anziehen, zum Ausruhen, als Grenze innerhalb eines Spiels und nicht zu vergessen als „Kaffeepausen-Sitzgelegenheit“. Und dann wird es immer besonders gesellig, wenn die Nachbarn vorbeikommen.
Wir freuen uns über unsere Bank und das, wofür sie steht: ausruhen, Menschen treffen, reden und nicht zuletzt das Gedenken an Frau Mezger.
Kira Malcher, Gruppenleiterin in Haus Martin