12 Okt. Europäisches Haus der Begegnung
25jähriges Vereinsjubiläum und 10jähriges Jubiläum der Einweihung des Europäischen Hauses der Begegnung in Foncebadon/Spanien
Elfriede Scholer und Hans Cassar ließen es sich nicht nehmen, vom 09.10. bis 12.10.2025 bei der Jubiläumsfeier des Europäischen Hauses der Begegnung (H.E.E. – Hogar europeo de Encuentro) dabei zu sein.
Frau Elfriede Scholer, die ehemalige langjährige Hausleiterin des Hauses Cäcilia, hatte mehrmals mit Kindern und Mitarbeiterinnen bei Pilgerprojekten nach Santiago di Compostela teilgenommen. Hans Cassar, der ehemalige langjähriger Klinge-Dorfleiter, war Gründungsmitglied des H.E.E. und 2006 bis 2019 Vorstandsmitglied des HEE e.V..
Begonnen hat alles beim „Europäischen Pilgeressen“ 1997 im damaligen Gasthaus „St. Benedikt“ im Kinder- und Jugenddorf Klinge. Dort entstand die Idee einer europäischen Zusammenarbeit und Kooperation auf dem „Camino de Santiago“. 2003 wurde der HEE e.V. gegründet. Neben der Klinge waren noch weitere sechs Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe als Gründungsmitglieder dabei. Federführend war – wie alle weiteren Jahre – der Campus Christophorus Jugendwerk in Oberrimsingen mit ihrem Leiter Norbert Scheiwe. Die KLINGE-Zeitung berichtete damals regelmäßig über das Projekt und seine Fortschritte.
Hauptaufgabe war zunächst die intensive Suche nach Sponsoren. Hans Cassar konnte damals eine erste Großspende von 15.000 Euro des Rotary Club Mosbach übergeben. Am 11.04.2005 konnte die Grundsteinlegung und der erste Spatenstich durch Bischof Don Camillo de Iglesias in Foncebadon erfolgen. Das Grundstück ist eine Schenkung der Diözese Astorga. Die ersten Baupläne wurden gefertigt. Der leider allzu früh verstorbene Heribert Schmitz konnte damals als Architekt gewonnen werden. Anfang 2015 wurde die zweite Bauphase weitgehend abgeschlossen, so dass das Haus am 16. Mai 2015 eingeweiht werden konnte. Weit über eine halbe Million Euro an Sach- und Geldspenden wurden investiert. Nicht gerechnet sind die vielen Arbeitsstunden die Jugendliche, Mitarbeiter und Handwerker ehrenamtlich geleistet haben. So bemisst sich der Wert des Hauses gut und gerne auf über eine Million.
Das Haus in Foncebadon soll jungen und erwachsenen Menschen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder Religion Rückzugsmöglichkeiten geben: in Krisenzeiten, in Zeiten, wenn Besinnung und Ruhe notwendig sind, in intensiven Zeiten der Lebensübergänge und in wichtigen Zeiten der Orientierung. Foncebadon ist ein bedeutsamer Ort auf dem Pilgerweg, zwischen Astorga und Ponferrada gelegen, kurz vor dem Cruz de Ferro. Die heilende Wirkung des Pilgerweges und die Erlebnisse und Erfahrungen mit vielen jungen Menschen, auch aus dem Bereich der Erziehungshilfe, beflügelten die Idee an diesem Ort ein Haus der Begegnung zu bauen. Betreut wird das Haus ehrenamtlich von „Hospitaleros“ und „Hospitaleras“, und es besteht kein Mangel an Interessierten für diese Aufgabe.
Zur Jubiläumsfeier trafen sich ca. 30 Protagonisten des HEE e-V. zum Gedankenaustausch und zum Feiern, zusammen mit den spanischen Freunden. Der Festgottesdienst in der ebenfalls restaurierten Kirche von Foncebadon wurde zelebriert vom Generalvikar der Diözese Astorga, D. Francisco Javier Gay Alcain und dem Pallotinerpater Gaspar Vega Fidalgo. Beim anschließenden Festakt hielt Vorstandsmitglied Wolfgang Almstedt die Festrede. Er erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Hauses. An die anwesenden Mitglieder übergab er eine gedruckte Chronik, die auch an alle Mitglieder und Mitgliedseinrichtungen versandt wird.
Weitere Infos, Buchung und Anmeldung unter: www.hee-ev.de



