Kinder- und Jugenddorf Klinge | Start des Neubautenprojekts am Schwimmbadweg
Jugendhilfeeinrichtung in Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis) mit 146 Plätzen in 18 Hausgemeinschaften und Familiengruppen sowie 21 Plätzen in drei Wohngruppen für Jugendliche in Mosbach und Heidelberg.
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Start des Neubautenprojekts am Schwimmbadweg

Start des Neubautenprojekts am Schwimmbadweg

„Wir kommen heute unserem gemeinsamen Ziel, das Kinder- und Jugenddorf Klinge für die wachsenden Anforderungen der Jugendhilfe mittel- als auch langfristig attraktiv und kompetent aufzustellen, einen wichtigen Schritt näher“. So Dieter Gronbach als Geschäftsführer Verwaltung des Kinder- und Jugenddorfes Klinge beim Start des ersten von mehreren Neubauabschnitten im Beisein zahlreicher Gäste.

Sein Willkommensgruß galt nach einem Musikstück von Lorenz Schweizer neben den Mitarbeitern/innen der Einrichtung, Dorfleiter Georg Parstorfer und dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Johann Cassar mit den Vorstandsmitgliedern Brand und Gerstlauer, dem 1. Landesbeamten des Neckar-Odenwald-Kreises Dr. Björn-Christian Kleih, Architektin Dea Ecker, den Vertretern der örtlichen Banken, Bürgermeister Thomas Ludwig und den Vertretern der Kirchen, sowie den Bau ausführenden Firmen.

„Unsere in die Jahre gekommenen Kinderdorfhäuser müssen den heutigen Anforderungen und den unterschiedlichen behördlichen Richtlinien und Vorgaben weiter angepasst und erweitert werden. Dies ist aufgrund der Bausubstanz und dem nicht wesentlich zu verändernden Raumangebot so nicht mehr zu verwirklichen“. Weiter betonte Dieter Gronbach, dass man mit dem Startschuss für diesen 1. Bauabschnitt, den Neubaukomplex mit einem Langhaus und einem U-förmigen Gebäudekomplex, die Beherbergung von 3 Kinderdorfhausgemeinschaften für 24 Kinder- und Jugendlichen sowie 3 Hausleiterwohnen verwirklichen werde.
Er erinnerte an den zeitlichen Vorlauf, die planerische Vorarbeit und dankte allen bislang Beteiligten für ihre umsichtige und kooperative Unterstützung. Gronbach bezeichnete die „Grundsteinlegung“ als historischen Tag in der Geschichte der Klinge und betonte auch, dass man nahtlos weiter an den folgenden Bauabschnitten arbeiten werde.

Architektin Dea Eckert vom gleichnamigen Architekturbüro in Buchen und Heidelberg: „Eine Grundsteinlegung ist etwas Besonderes. Die „Zeitkapsel“, welche die Kinder im Eingangsbereich dieses ersten Langhauses verbuddeln werden, enthält neben Bauplänen eine Tageszeitung, Euro-Münzen und einen Dollarschein in Anlehnung an die Herkunft meines Mannes“. Sie sei stolz, dieses herausragende Projekt planen und begleiten sowie mit heimischen Handwerkern erbauen zu dürfen. Bei diesem Abschnitt würden bis Mitte Oktober auf dem ehemaligen Schwimmbad 3 Kinderbereiche und 3 Hausleiterwohnungen auf 2.900 qm Bruttogeschossfläche mit 700 qm Schieferbodenbelag in Holzbauweise entstehen. Diese Bauweise sei gestalterisch, pädagogisch und ökologisch optimal, außerdem pflegeleicht und sehr robust. Verbaut würden 31 Schlafzimmer, 21 Bäder und WCs, 102 Fenster, 105 Innentüren und 750 Schalter und Steckdosen. Als ganz besonders wichtig für die Kinder erwähnte Dea Ecker, dass die Hobby- Räume vom einstigen Kellerbereich in die riesigen Dachbereiche verlegt werden, dass es auf allen Stockwerken Lesenischen und Spielbereiche gebe und über den Garagen ein weiterer Spielschuppen entstehe. Mit diesem Bau am Schwimmbadweg, der derzeit wohl der wichtigste und spannendste in ihrem Büro sei, bleibe man in der vor allem kinderfreundlichen Tradition der Klinge.

Die besten Wünsche für den Landkreis, den Kreistag und von Landrat Dr. Achim Brötel übermittelte der 1. Landesbeamte Dr. Kleih. Er erinnerte an die Verantwortung der heutigen Menschen gegenüber den nachfolgenden Generationen und reihte sowohl die Institutionen der Klinge als auch die zukunftsweisende Gestaltung des Neubaus mit Holzbauweise und Selbstverständnis zur Eigenverantwortung mit ein. Das Kinder- und Jugenddorf Klinge habe sich in der gesamten Zeit seines Bestehens den zeitgeistlich erforderlichen Veränderungen sowohl in ihrer Philosophie als auch in der Pädagogik und der Organisation gestellt, was nun auch baugestalterisch seinen Ausdruck finde. Diese Investition in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen sei eine gewinnbringende Anlage in eine positive Gesellschaftsentwicklung.

Gottes Segen für einen unfallfreien Baufortgang und für alle an der Weiterentwicklung der Klinge Beteiligten, übermittelte Diakon Joseph Depta, was durch das gemeinsame Vater-unser noch verstärkt wurde, ehe man mit dem gemeinsam gesungenen Klingelied zu einem kleinen Umtrunk in der Kantine „St. Benedikt“ überleitete. (lm)



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