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Das
Forum und der Marienbrunnen
Auf dem Spielgelände schuf der Bildhauer Klaus Ringwald 1983/84 einen
Marienbrunnen, der in der Tradition der so genannten Stockbrunnen steht.
Dieser Aufbau ist seit dem 14. Jh. verbreitet und geht auf einen ausgehöhlten
Baumstamm zurück, der über die Brunnenröhren gestülpt wurde. Dabei erhebt
sich die Säule inmitten des Beckens. Das Wasser ergießt sich in eine Schale
und fließt dann in dünnen Einzelsträhnen aus Guss-Schnäbeln in das darunter
liegende sechseckige Auffangbecken.
Das Wasser schafft auf diese Weise die Verbindung der einzelnen Brunnenelemente.
Der Stock und die Säule werden, besonders wenn es sich um einen Stadt-
oder Marktbrunnen handelt, gern mit figurativen Elementen oder Wappen
geschmückt.
Auf einer Säule thront mit kräftigen Schwellungen eine sitzende Marienfigur
mit dem auf ihren Schenkeln stehenden nackten Jesusknaben, den sie mit
ihrer Hand unter der Achsel abstützt. In der anderen Hand hält sie einen
Ölzweig, ein Heilszeichen des alten Testaments. Drei Wasserströme gehen
von oben aus, sechs ergießen sich aus der Schale in das Becken.
Am
Rund der bronzenen Schale sind sechs Medaillons in zwei versetzten Dreiergruppen
angebracht. Die erste Gruppe schildert die sichtbare Welt anhand der Schöpfungsgeschichte,
während die unsichtbare Welt als zweite Motivgruppe durch die drei namentlich
bekannten Engel dargestellt wird.
Neben der Heilsgeschichte ist auf dem Schaft der Brunnensäule die Geschichte
des Ortes durch Wappen angedeutet. Zu sehen sind das Siegel des Klosters
Seligental von 1236 als Hinweis auf die Lage des Brunnens am so genannten
Klosterweg, das Wappen des seligen Bernhard von Baden, des Kirchenpatrons
der Klinge mit dem Todesjahr 1458, und das neue Wappen der politischen
Gesamtgemeinde Seckach nach der Verwaltungsreform 1972.
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