Die Hausgemeinschaft

Martin

Unser Haus

Das Haus ist derzeit unbewohnt.

 

Unser Hausfest,
den Namenstag unseres Haus-Patrons,
feiern wir am 11. November.

 

Unser Patron:

Unser PatronMartin wurde als Sohn eines römischen Soldaten in Pannonien, dem heutigen Ungarn geboren. Schon früh reifte in ihm der Wunsch später in der Einsamkeit des Einsiedlertums zu leben. Die christliche Gemeinde nahm den Jungen zwar schon im Alter von zehn Jahren als Taufbewerber an, doch bis zum Empfang dieses Sakraments sollten noch einige Jahre ins Land ziehen.

Zunächst wurde der Jüngling im Alter von 15 Jahren dem Willen seines Vaters folgend Soldat. Er gehörte der gallischen Armee an und erfüllte dort tüchtig und treu seine Pflicht, ohne jedoch innerlich großen Gefallen am Soldatenleben zu finden. Durch seine Tapferkeit und seine Zuverlässigkeit wurde er jedoch schon bald zum Offizier ernannt.

Als Martin eines Wintertages ein Truppenlager in der Nähe von Amiens aufsuchen wollte, sprach ihn am Stadttor ein alter Bettler um Almosen an. Martin jedoch konnte ihm nicht helfen, da er weder Nahrung noch Geld mit sich führte. Da kam ihm die Idee, seinen Soldatenmantel mit dem Schwert in zwei Hälften zu schneiden und dem frierenden armen Mann eine Hälfte zu überlassen. Der Legende nach erschien Martin in der folgenden Nacht Jesus im Traum, gewandet in der verschenkten Mantelhälfte.

Diese Erscheinung brachte den Offizier endgültig dazu, seine militärische Karriere aufzugeben und sich taufen zu lassen. Er begab sich nach Poitiers, wo er ein aufmerksamer Schüler des Gelehrten Hilarius wurde. Nachdem er dessen Lehren in sich aufgesogen hatte, war er von dem Gedanken ergriffen, in seiner Heimat zu missionieren und die Irrlehren der Arianer zu bekämpfen. Er ging zurück nach Pannonien, wo er zwar seine Mutter bekehren, aber keine weiteren nennenswerten Erfolge erzielen konnte. Über Martins Missionstätigkeit erzürnt, ließen ihn die arianischen Bischöfe aus seiner Heimat vertreiben. Er zog sich daraufhin zunächst auf eine verlassene Insel an der italienischen Riviera zurück, wo er, wie er es sich schon als Kind gewünscht hatte, in Einsamkeit leben konnte.

Um 360 rief Hilarius, der inzwischen Bischof von Poitiers geworden war, seinen einstigen Schüler dorthin zurück. Martin ließ sich in einer Zelle im nahe gelegenen Ligugé nieder und begründete damit das erste Kloster Galliens. Rund zehn Jahre später wurde er zum Bischof von Tours ernannt. Anstatt im bischöflichen Haus zu leben, zog er jedoch weiterhin seinen Lebensstil als Eremit vor und ließ sich mit ein paar Getreuen in kleinen Hütten vor den Toren der Stadt nieder. Diese bescheidene Haltung und gleichzeitig sein kompromissloses Eintreten für den rechten Glauben machten ihn im Volk überaus beliebt. Gleichzeitig brachte ihm diese Haltung die Gegnerschaft einiger anderer Kirchenfürsten ein.

Martin starb auf einer Seelsorgereise im November 397. Über seinem Grab im heutigen Candes-Saint Martin ließ sein Schüler und Nachfolger Briktius eine prächtige Basilika errichten. Die Reliquien des Heiligen sind im Mittelalter weitgehend zerstört worden. Die übrig gebliebenen Gebeine werden bis heute in der Martinsbasilika in Tours aufbewahrt.

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